Das Europakonzert der Berliner Philharmoniker unter Chefdirigent Kirill Petrenko am 1. Mai 2026 in Esterhàzy, unter Anwesenheit von Stefan Ottrubay, Vorsitzender der Esterhàzy-Stiftungen und Rico Gulda, Generalintendant der Esterhàzy Privatstiftung, hat wohl alle, auch hochgesteckte, Erwartungen mehr als erfüllt, was im Livestreaming in der Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker mit großer Freude mitzuerleben war.
Vor der Konzertpause gab es als Zugabe nach den Tschaikowskys Rokoko-Variationen, vom Solisten Gautier Capucon gemeinsam mit den vier Cellisten des Orchesters gespielt, noch ein ergreifendes Stück – „El cant des ocells (katalanisch für „Der Gesang der Vögel“), ein altes Volks- und Weihnachtslied aus Katalonien, worin mehr als dreißig kleine und große Vogelarten die Geburt Christi feiern.
Der große Cellist Pablo (Pau) Casals beendete alle seine Exilkonzerte seit 1939 mit diesem Lied, was für ihn ein Lied des Friedens und der Hoffnung bedeutete. Pau Casals’ inniger Wunsch sollte nach dem Tod von Francisco Franco Bahamonde, Caudillo und Generalisimo von Spanien, im Jahr 1975 und der darauffolgenden Transiciòn, der Demokratisierung Spaniens, in Erfüllung gehen.
Auch Gautier Capucòn beendet seine Auftritte gerne mit diesem bewegenden Stück.