Der neue „Eiserne Vorhang“ in der Wiener Staatsoper

Detail aus SAFETY CURTAIN, Herbert Brandl, Neuer "Eiserner Vorhang" in der Wiener Staatsoper © Thomas Rauchenwald

Herbert Brandl, 1959 bis 2025, war ein österreichischer Maler und zählte nicht nur zu den wichtigsten Vertretern des Neoexpressionismus, sondern auch zu einflussreichen Vertretern der non-figurativen Malerei, der mit seiner Kunst die Möglichkeiten zwischen dem Figurativen und Abstrakten erforscht hat.

Für die aktuelle Ausgabe – die bereits 29. – vom „Eisernen Vorhang“ in der Wiener Staatsoper, der am 9. September 2026 im Haus am Ring enthüllt wurde, wählte die Jury SAFETY CURTAIN des bedeutenden österreichischen Künstlers aus – und entschloss man sich, an der Entscheidung auch nach dem plötzlichen Ableben des Malers im Sommer 2025 festzuhalten.

Der Direktor der Wiener Staatsoper, Dr. Bogdan Roscic, würdigte am heutigen Vormittag Herbert Brandl im Wesentlichen als einen der größten Meister, die das 20. und 21. Jahrhunderts hervorgebracht hat. In seiner Rede zitierte er auch den Künstler – „Malerei ist Ewigkeit, die zu schnell vergeht.“

Für sein Tableau – ein blau-weißes Pinselstrichgewirr – hat sich Herbert Brandl von Aufnahmen des Programms „Space Night“ der NASA und ESA anregen lassen. Beim ersten Betrachten des Großbildes wird man unwillkürlich an Wellen, Wasser, Berge, Himmel und Wolken erinnert. Der bildende Künstler war sehr naturverbunden und wollte diese gerne intensiv mit Gebirgstouren oder an geschützten Gewässern erleben.

Brandls Werk ist nun für das Publikum in der Wiener Staatsoper fast zehn Monate, bis Ende Juni 2027, vor und nach den Aufführungen sowie in den Pausen wahrzunehmen.

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Portait Thomas Rauchenwald
Thomas Rauchenwald
Autor des Blogs „Simply Classic“

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