Den Streichquartettzyklus „string.“ Im Schubert-Saal im Wiener Konzerthaus 2026 gestalten das Leonkoro Quartett und das Simply Quartet gemeinsam. Im dritten Konzert, gespielt vom SIMPLY QUARTET, stehen am 12. März 2026 Werke von Claude Debussy und Dmitri Schostakowitsch auf dem pausenlosen Programm.
Nach der Rückkehr von Danfeng Shen in seine Heimat China hat Sueye Park den Part der ersten Violine übernommen. Die Gewinnerin des Jean Sibelius-Wettbewerbes und ihre PartnerInnen – Antonia Rankersberger (zweite Violine), Xiang Lyu (Viola), Ivan Valentin Hollup Roald – überzeugen mit hoher Musikalität, Begeisterung und Leidenschaft an diesem frühen Abend. Die Formation verfügt über ausdrucksstarkes Quartettspiel bei gezielt dosiertem Einsatz von Vibrato.
Im Streichquartett g-moll op. 10 aus 1893 – ein Werk, womit Claude Debussy endgültig seinen Weg fand – gefällt besonders der lyrische, ungemein farbige dritte Satz, Andantino, doucement expressif.
Das Streichquartett Nr. 3 F-Dur op. 73, entstanden 1946, von Dmitri Schostakowitsch gehört zu den größten Meisterwerken des Komponisten. Bei dieser Wiedergabe beeindruckt vor allem die Reife und Tiefgründigkeit, mit der die vier jungen MusikerInnen die Seelenlandschaften von Schostakowitsch durchwandern und gestalten, vor allem im expressiv gesteigerten vierten, langsamen Satz in Passacaglia-Form, einer ergreifenden Totenklage, und dem attacca: übergehenden Finalsatz mit seinem im bedrohlichen pianissimo verklingenden Schluss.
Nach starkem Beifall gibt es als Zugabe noch eine besonders kantabel fließende, gelöst interpretierte Italienische Serenade G-Dur von Hugo Wolf. Man darf sich von dieser ausgezeichneten, jungen Formation wohl noch einiges erwarten.